Tödliches Feuer an Bord der "Helderberg"
Der mysteriöse Absturz von SAA/SAL Flug 295
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Das "Helderberg"-Unglück
Am Freitag den 27. November 1987 boardeten in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh
140 Passagiere aus 14 Nationen, darunter unter anderem Deutsche, Schweizer, Dänen, Briten, Südafrikaner, Japaner und Niederländer, den South African Airways Flug 295.
Die gerade einmal sieben Jahre alte Boeing 747-244B Combi mit dem klingenden Namen „Helderberg“ sollte nach Johannesburg fliegen. Doch dort kam die Maschine niemals an.
Denn aus bis heute ungeklärter Ursache brach während des Reisefluges im Frachtbereich hinter der Passagierkabine ein Brand aus, der sich innerhalb weniger Minuten in ein bis
zu 1.000 Grad heißes Inferno verwandelte. Obwohl die Flugbegleiter mit dem Mut der Verzweiflung gegen die Flammen kämpften und auch die Männer im Cockpit alles gaben, hatte die
Besatzung keine Chance. Nur rund 30 Minuten vor einer geplanten Notlandung auf der Insel Mauritius stürzte die „Helderberg“ in den Indischen Ozean. Alle
140 Passagiere und die 19-köpfige Besatzung der „Helderberg“ fanden den Tod. Das Wrack selbst konnte erst ein Jahr nach dem Absturz lokalisierte werden - von einem
US-Spezialunternehmen, das bereits die Überreste des Space Shuttles „Challenger“ geborgen hatte.
Doch der offizielle Unfallbericht der Republik Südafrika ließ zahlreiche Fragen unbeantwortet, denn der größte Teil des Wracks und der Leichen wurde nie geborgen. Die
Vereinigung der südafrikanischen Flugingenieure führte deshalb eine eigene Analyse der Ereignisse durch und vermutete nicht einen, sondern zwei unterschiedliche Bränden an
Bord des Unglücksfluges. Das erste Feuer könnte demnach schon kurz nach dem Start in Taiwan ausgebrochen und von der Crew gelöscht worden sein, weshalb die „Helderberg“ ihren
Flug zunächst fortgesetzt habe - und schließlich dem zweiten Brand zum Opfer fiel.
Boeing-Experte Fred Bereswill vertrat die Ansicht, dass das tödliche Feuer in der Main Deck Cargo Area der „Helderberg“ seinen „eigenen Sauerstoff produzierte“.
Ein solch gefährlicher Stoff war jedoch laut offiziellen Frachtpapieren überhaupt nicht an Bord. Außerdem gibt es Indizien dafür, dass South African Airways zu dieser Zeit illegal
gefährliche militärische Fracht an Bord von Passagierflugzeugen beförderte, dass auch die „Helderberg“ für solche Transporte genutzt wurde und dass die Piloten unter Druck
gesetzt wurden, solche „Spezialflüge“ durchzuführen.
Nach mehr als zehnjähriger investigativer Recherche veröffentlichte Patrick Huber im
Jahr 2023 in Wien seinen ersten Titel zum Absturz der „Helderberg“, der in Südafrika bis heute als nationales Trauma gilt.
Sein neues Buch „Tödliches Feuer an Bord der ,Helderberg’ - Der mysteriöse Absturz von SAA/SAL Flug 295“ baut zwar auf seiner früheren Publikation auf, wurde
jedoch grundlegend überarbeitet und um zahlreiche neue Informationen sowie zusätzliches aktuelles Bildmaterial ergänzt. Abgerundet wird dieses investigative Standardwerk
zum schwersten Flugzeugunglück in der Geschichte Südafrikas durch eine vollständige Crew- und Passagierliste sowie ein 2025 geführtes Interview mit dem früheren
Senior Coordinator Cabin Safety von South African Airways, der offen über seine Zeit bei der Fluggesellschaft, das damalige Feuerlöschtraining der Crews und den Verlust
von Freunden und Kollegen durch den Absturz der „Helderberg“ spricht.
A5, 144 Seiten
ISBN: 978-3-565154-09-8 (Softcover)
ISBN: 978-3-565152-20-9 (Hardcover)
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